15 Monate waren wir mit unserem kleinen Camper in Südamerika unterwegs. Unser Fahrzeug, ein Puch 230 GE von der Schweizer Armee, ist robust, geländegängig, aber vor allem ist er sehr klein. Auf weniger als 4 m² Wohnfläche musste auch unsere Küche eher klein ausfallen. Unsere minimalistische Camperküche (mit Ausnahme des Kühlschranks und des Trinkwassertanks) ist in einer Schublade untergebracht, die wir aus der Hecktüre herausziehen können. Trotz des geringen Platzes hatten wir alles dabei, was wir zum täglichen Kochen brauchten. Im Folgenden berichten wir dir, was wir in unserer kleinen Wohnmobilküche dabei hatten, was sich bewährt hat und was wir zu Hause hätten lassen können. 

In diesem Beitrag zeigen wir dir:

  • unser Küchensetup im kleinen Camper
  • welche Küchenutensilien sich auf unseren Reisen bewährt haben
  • welche Utensilien wir nachgekauft haben
  • und auf was wir beim nächsten Mal verzichten würden
Inhaltsverzeichnis

Unsere Kocher – Kochen mit Gas und Benzin

Primus Tupike Gaskocher 

Der  Primus Tupike* ist ein tragbarer und leistungsstarker Gaskocher mit zwei Flammen, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Er ist unser Hauptkocher. Da wir leider keinen Platz für einen Gastank hatten, mussten wir mit kleinen Gaskartuschen kochen, was auf Dauer relativ teuer ist. Der Primus Tupike eignet sich besonders, wenn du keinen festinstallierten Kocher im Camper möchtest. Er ist tragbar und du kannst ihn beispielsweise auf den Campingtisch stellen, um dort zu kochen. Ein großer Vorteil für uns war, dass wir bei schlechtem Wetter so auch die Möglichkeit hatten, im Camper zu kochen.

Vorteile des Primus Tupike im Überblick

  • Zwei leistungsstarke separat regulierbare Brenner (je 3.000 Watt)
  • Herausnehmbare Topfhalter und Auffangschale erleichtern die Reinigung
  • Mit beidseitigem seitlichem Windschutz
  • Adapter für verschiedene Gasanschlüsse erhältlich
  • Tragbar, sodass wir beispielsweise auch auf dem Campingtisch oder bei Schlechtwetter im Camper kochen  können

Primus Omnilite TI Mehrstoffkocher

Den Primus Omnilite TI* hatten wir bereits vor unserer Südamerikareise auf Wander- und Trekkingtouren im Einsatz. Der Omnilite ist ein Mehrstoffkocher und kann neben Gas auch mit Kerosin, Petroleum, Benzin oder Diesel genutzt werden. In Südamerika war er eine perfekte Ergänzung zum Primus Tupike, um neben Gas auch mit Benzin kochen zu können, was deutlich günstiger ist als Gaskartuschen. Vor allem Gerichte, die länger auf dem Kocher stehen, wie Brot, Pizza oder Quiches, haben wir bevorzugt mit Benzin gekocht. Zusätzlich konnten wir den Primus Omnilite auf unseren Wanderungen mitnehmen. Das Benzin haben wir in der passenden 1 Liter Brennstoffflasche* von Primus verwendet. Wenn verfügbar, haben wir den Kocher mit Reinbenzin betrieben. Dieses ist in Südamerika als „Gasolina Blanca“ in vielen Baumärkten erhältlich.

Vorteile des Primus Omnilite TI im Überblick

  • Hohe Flexibilität durch Verwendung verschiedener Brennstoffe
  • Nur 340g schwer
  • Perfekt geeignet als zusätzlicher Kocher und auf Wanderungen, Trekkingtouren oder Hochtouren

Kochen mit Gas oder Benzin – Vor- und Nachteile im Überblick

 BenzinGas
VerfügbarkeitÜberall erhältlichGut, Adapter notwendig
Unterschiedliche Gesetze, um Gas zu tanken
Kartuschen nicht immer verfügbar und teuer
Kosten pro KochvorgangGünstigMit Kartuschen teuer
Leistung & HitzeHohe Hitze, nur grob regulierbarHohe Hitze, fein regulierbar
Start bei Kälte/HöheGutGut mit Propantank
Leistung sinkt bei Butan Kartuschen (spezielle Wintergaskartuschen erhältlich)
BenutzungKomplex, vorwärmen nötigEinfach, meist Piezo-Zündung
SauberkeitRußentwicklung, häufiges putzen wichtigSaubere Verbrennung
Sicherheit & GesundheitRuß und toxische Abgase (nicht bei Reinbenzin)
Nur draußen verwenden
Gastanks gehören in einen belüfteten Gasschrank
Gasmelder sinnvoll
GeruchStarke Geruchsentwicklung (kein Geruch bei Reinbenzin)Geruchlos
Empfohlen für…Langzeitreisen, Überlandtouren, hohe Höhen
Reisende, die kostengünstig kochen möchten und sich keine Gedanken über Brennstoffverfügbarkeit machen möchten
Wochenendtrips, einfache Küche
Reisende, die einen großen Gastank im Camper haben und/oder Wert auf saubere Verbrennung legen

Müssten wir uns heute entscheiden, ob wir mit Gas oder Benzin/Diesel kochen, würden wir uns auch heute wieder für einen Gaskocher entscheiden. Die Bedienung eines Gaskochers ist sauberer und unkomplizierter als die eines Benzinkochers. Zudem hat uns die Qualität und Robustheit des Primus Tupike sehr überzeugt, während wir über die Qualität von großen Benzinkochern, wie die des Benzinkochers von Coleman, eher unterschiedliche Berichte gehört haben.

Falls kein großer Gastank vorhanden ist, würden wir weiterhin einen kleinen Benzin- oder Mehrstoffkocher mitnehmen, um kostengünstig kochen und backen zu können. Während der Primus Omnilite TI optimal für längere Wanderungen und Trekkingtouren ist, bei denen man auf jedes Gramm achtet, würden wir eher den 450 g leichten Primus Omnifuel* als Zusatzkocher empfehlen. Bei diesem handelt es sich ebenfalls um einen Mehrstoffkocher, der sowohl mit Gas, Benzin, Diesel, Petroleum als auch mit Kerosin betrieben werden kann. Mit 3000 Watt Brennleistung ist er etwas leistungsstärker als der Omnilite, der mit 2600 Watt daherkommt.

Kühlschrank – Der Dometic CoolFreeze CFX 28

Unverzichtbar ist auch unser Dometic CoolFreeze CFX 28 Kühlschrank. Der 28 Liter Kühlschrank ist für uns groß genug, um Lebensmittel für mehrere Tage zu lagern. Hätten wir mehr Platz, wäre ein Gefrierfach eine gute Erweiterung, da es noch mehr Flexibilität und Unabhängigkeit ermöglicht. Mit unserem Kühlschrank von Dometic* sind wir sehr zufrieden. Wir hatten ihn 15 Monate täglich durchgehend im Einsatz. Auch bei Temperaturen von weit über 30 Grad hat er zuverlässig gekühlt, war energiesparend und relativ leise.

40 Liter Wassertank und Trinkwasserfilter von RIVA

Ebenfalls unverzichtbar ist unser 40 Liter Wassertank mit Trinkwasserfilter, welchen wir in einer der Seitenbänke verbaut haben. Wer mehr Platz hat, dem empfehlen wir einen größeren Tank einzubauen, um länger unabhängig zu sein. Sauberes Wasser wirst du nicht nur zum Trinken benötigen, sondern beispielsweise auch zum Kochen und Geschirrspülen.

Um das Wasser zu reinigen, haben wir die Trinkwasserfilter RIVA Alva Life und RIVA Alva Multi installiert. Diese filtern zusammen unter anderem Bakterien/Legionellen, Pseudomonaden, Keime sowie Schwermetalle, Chlor, Arzneimittelrückstände, Hormone, Mikroplastik und Pestizide. Mit diesen beiden Filtern mussten wir uns nie Gedanken zu unserer Trinkwasserqualität machen. Das Wasser schmeckt hervorragend und wir hatten keinerlei Probleme mit Verunreinigungen.

Mehr Informationen zu unserer Wasserversorgung im Camper, zu unseren Trinkwasserfiltern und wie du deinen eigenen Wasserverbrauch berechnest und deine eigene Wasserversorgung planst, findest du in unserem Beitrag Wasserversorgung im Camper – Schritt für Schritt zum Frischwassersystem.

Kochutensilien – das haben wir gebraucht

Omnia Backofen für unterwegs

Ein absolutes Highlight war der Omnia Backofen*, den wir sehr häufig im Einsatz hatten. Ob Lasagne, Quiche, Brot oder Kuchen, der Omnia hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass unsere Küche vielseitiger und flexibler wurde. Generell lässt sich fast alles, was man sonst in einem normalen Ofen zubereitet, im Omnia kochen und backen. Trotz unseres geringen Platzes würden wir den Omnia auf jeden Fall jederzeit wieder mitnehmen! 

Töpfe, Teller, Besteck und Co.

Bei unseren Kochutensilien haben wir versucht uns auf das Nötigste zu beschränken und hatten alles nur für zwei Personen dabei.

  • 2 Töpfe und 1 Pfanne
  • 1 Kettle von Sea to Summit* zum Wasser kochen
  • 2 Teller und 2 kleine Schüsseln
  • 1 große Schüssel, für Salat, Teig etc.
  • 1 Sieb
  • Besteck für 2 Personen
  • 2 Tassen
  • 2 Becher
  • 1 Brotmesser (unterwegs nachgekauft)
  • 1 kleines scharfes Messer
  • 1 Schneidebrett
  • Weinöffner/Flaschenöffner
  • Tupperdosen zur Aufbewahrung von Resten
  • Käsereibe (unterwegs nachgekauft)
  • Waage (besonders wenn du gerne Brot oder Kuchen bäckst)
  • Messbecher
  • Pfannenwender
  • Spätzlebrett

Kaffee im Camper – unser Setup

Wir sind Kaffeeliebhaber und eine Möglichkeit, auch im Camper guten Kaffee zu kochen, ist für uns unerlässlich. Während der Reise haben wir unsere Bialetti* gegen eine French Press von Stanley ausgetauscht, die gleichzeitig auch ein Thermobecher ist. Das Wasser haben wir in unserem Sea to Summit Kettle gekocht, das geht deutlich schneller als im Topf und ist dadurch energiesparend. (Unsere spezifische French Press von Stanley konnten wir online leider nicht mehr finden.)

Warum sind wir von der Bialetti auf die French Press umgestiegen?

  • Der Kaffee schmeckt uns aus der French Press deutlich besser. Aus der Bialetti ist er sehr stark und schmeckt oft verbrannt.
  • Die Stanley French Press ist gleichzeitig eine Thermoskanne und damit ideal für Fahrtage.

Thermoskanne

Unsere Thermoskanne* stand lange unberührt in unserer Küchenschublade und wir hatten sie schon als unnützes Gepäck abgestempelt. Allerdings änderte sich das, als wir in die Anden kamen, wo wir sie häufig für Koka Tee nutzten. Dieser soll einerseits gegen Höhenkrankheit helfen und andererseits hatten wir so einen warmen Tee für die kalten Abende, denn sobald die Sonne untergeht, ist es kalt in den Anden. Am Ende waren wir sehr froh sie dabeizuhaben.

Clevere Stauraumlösungen für kleine Camper

Aufgrund des geringen Platzes haben wir versucht, clevere Staumraumlösungen zu finden, um den wenigen Platz in unserem Puch optimal auszunutzen.

Hängeaufbewahrung an der Tür

Wir haben uns eine Hängeaufbewahrung bei IKEA besorgt und diese mit Klettverschluss innen an die Hecktüre angebracht. Dort können wir beispielsweise unsere Becher, Pfannenwender sowie kleine Dinge wie Feuerzeug oder Taschenmesser unterbringen.  

Ausklapptisch

Sehr zufrieden sind wir mit unserem kleinen Ausklapptisch*, den wir an der Küchenschublade angebracht haben. Ohne selbst viel Platz wegzunehmen bekommen wir durch ihn einen extra Ablageplatz, den wir sowohl bei ausgezogener als auch bei nicht ausgezogener Schublade nutzen können. Wenn ihr ein ähnliches Setup habt oder plant, können wir euch einen solchen Ausklapptisch sehr empfehlen.

Waschwanne als Besteckschublade

In unserer kleinen Küchenschublade, haben wir eine faltbare Waschwanne wie die Collaps Wash Bowl von Outwell* eingebaut. Sie ist mit kleinen Leisten oben an der „Decke“ der Schublade befestigt. Hier können wir unterwegs das Besteck verstauen und sie nach dem Kochen zum Geschirrspülen verwenden.

Aufbewahrungsnetze

An den Sitzelementen sowie an der Wand des Campers haben wir mehrere Ablagenetze* angebracht, denn diese bieten Platz für kleinere Gegenstände wie beispielsweise Handtücher, die sonst im Camper herumfliegen würden.

Was wir nicht mehr mitnehmen würden und was wir nachgekauft haben

Das würden wir zu Hause lassen

  • Weingläser: Weingläser sind zwar „nice to have“ und bei mehr Platz sicher auch eine tolle Sache für eine extra Portion Gemütlichkeit und Charme, aber sie nehmen Platz weg. Wir haben sie nach 3 Tagen in Südamerika entsorgt.
  • Käsehobel: Auch unseren Käsehobel haben wir irgendwann entsorgt, da er nur ungenutzt in der Schublade lag. Fahrt ihr allerdings mit eurem Camper beispielsweise nach Schweden, kann ein Käsehobel praktisch sein, denn Käse wird dort nicht in Scheiben, sondern in größeren Blöcken verkauft.
  • Spätzlebrett: Auch unser Spätzlebrett war sicherlich eher unnötig auf der Reise. Aber wir hatten es doch das ein oder andere Mal im Einsatz. Es war vor allem eine schöne Möglichkeit für gemeinsame Kochabende mit anderen Reisenden, die wir unterwegs getroffen haben. 

Das haben wir unterwegs nachgekauft

  • Brotmesser: Wir haben unterwegs viel Brot im Omnia gebacken, deswegen haben wir irgendwann ein gutes Brotmesser vermisst und nachgekauft.
  • Käsereibe: Käse kann zwar auch klein geschnitten werden und so über die Pasta oder Aufläufe verteilt werden, aber er schmilzt besser, wenn er klein gerieben wird. Deswegen haben wir uns eine kleine Käsereibe zugelegt.
  • French Press: Da wir mit dem Kaffeegeschmack aus der Bialetti unzufrieden waren, haben wir uns unterwegs für eine French Press entschieden.

Darüber solltet ihr euch vor dem Küchenausbau Gedanken machen

Bevor ihr mit dem Ausbau eurer Küche beginnt, solltet ihr euch einige grundlegende Fragen stellen:

  • Reiseziele & Regionen: Europa, Weltreise, kalte oder heiße Klimazonen, abgelegene Gebiete – das beeinflusst beispielsweise die Entscheidung, welche Energiequelle die richtige zum Kochen ist und wie viel Frischwasser ihr benötigt.
  • Reiseart & Reisedauer: Wochenendtrips, Langzeitreise, Vollzeit im Camper – auch das beeinflusst die Entscheidung, wie ihr kochen möchtet/könnt und wie viel Wasser ihr benötigt.
  • Kochgewohnheiten: Kocht ihr täglich oder selten, einfache Gerichte oder aufwendig, möchtet ihr backen?
  • Energiequelle zum Kochen: Gas, Benzin/Mehrstoff, Elektro oder Kombination – eine Entscheidungshilfe findest du in unserem Beitrag: XXX
  • Gasverfügbarkeit & Adapter: Kartuschen vs. Flaschen vs. Gastank, Befüllmöglichkeiten, Gesetzeslage
  • Kochen bei schlecht Wetter & Kälte: Innen- oder Außenküche, Leistung bei Minusgraden, Windanfälligkeit
  • Sicherheitsaspekte: z.B. Belüftung, Lagerung von Brennstoffen, Gas- und CO-Warner
  • Platz & Stauraum: Küchengröße, Arbeitsfläche, Topf- und Vorratslagerung
  • Gewicht & Zuladung: Gasflaschen, Batterien, Geräte
  • Wasserversorgung: Frischwassertank, Abwasser, Warmwasser ja/nein
  • Stromversorgung: Batteriekapazität, Solar, Landstrom, Wechselrichter – eine Übersicht, wie du deinen Solarstrom im Camper planst, findest du in unserem Beitrag Solaranlage im Camper: Schritt für Schritt zu deiner eigenen Solarstrom-Lösung
  • Backup Kochmöglichkeit: z. B. Benzin-, Gas- oder Elektrokocher als Reserve

Fazit – Minimalistische Camperküche für kleine Fahrzeuge

Unsere 15 monatige Reise durch Südamerika hat gezeigt: auch auf weniger als 4 m² Wohnfläche lässt sich eine vollwertige, funktionale Küche realisieren. Mit einem kompakten Gaskocher als Hauptgerät, einem Mehrstoff- oder Benzinkocher als Backup, einem zuverlässigen Kühlschrank und einer cleveren Stauraumlösung haben wir unterwegs flexibel und effizient gekocht, Brot gebacken und Kaffee zubereitet.

Flexibilität ist dabei wichtig, denn richtig verstanden, was wir wirklich benötigen, haben wir erst nach einigen Wochen unterwegs. Bei Bedarf könnt ihr unterwegs nachkaufen oder Überflüssiges verschenken. Wir wünschen euch viel Spaß beim Kochen und Backen unterwegs.

FAQ – Minimalistische Camperküche

Wie plane ich eine Küche für einen kleinen Camper?

Mache dir im Vorfeld über die folgenden Aspekte Gedanken:
Reiseziele & Regionen |Reiseart & Reisedauer | Kochgewohnheiten | Energiequelle zum Kochen | Gasverfügbarkeit & Adapter | Kochen bei schlecht Wetter & Kälte | Sicherheitsaspekte | Platz & Stauraum | Gewicht & Zuladung | Wasserversorgung | Stromversorgung | Backup Kochmöglichkeit


Welche Geräte und Utensilien sind für eine minimalistische Camperküche nötig?

Das ist subjektiv. Für uns sind ein kompakter Kocher (Gas oder Mehrstoff), Kühlschrank, Topf und Pfanne, Essgeschirr und Besteck, Schneidebrett, Messer und ggf. ein kleiner Backofen wie der Omnia essentiell. Alles sollte leicht, stapelbar und multifunktional sein.


Welche Stauraumlösungen sind praktisch bei wenig Platz?

Hängende Organizer an Türen, Ablagenetze an Wänden oder Sitzen, faltbare Utensilien wie Spülwannen und faltbares Geschirr, ausklappbare Tische als zusätzliche Arbeitsfläche


Wie viele Liter Wasser sollte man im Camper einplanen?

Auch das ist sehr individuell. Für 2 Personen sind 30 – 40 Liter Frischwasser gut, um mehrere Tage unabhängig zu sein. Wenn du viel kochst, wäscht oder längere Strecken fährst, solltest du mehr einplanen. Trinkwasserfilter sorgen für sauberes Wasser unterwegs. Mehr Informationen zur Planung deiner Wasserversorgung findest du in unserem Beitrag Wasserversorgung im Camper – Schritt für Schritt zum Frischwassersystem.


Gas oder Benzin – welcher Kocher ist besser für den Camper?

Das hängt stark davon ab, wohin du reist und wie lange du unterwegs bist.
Gas: einfach zu bedienen, sauber, gut regulierbar, ideal für kurze Reisen oder Camper mit Gastank.
Benzin/Mehrstoff: überall verfügbar, gut für kalte Regionen oder Langzeitreisen, etwas komplexere Bedienung, dreckig in der Verbrennung.


Welche Kocher sind für Reisen in kalte oder abgelegene Regionen geeignet?

Benzin- oder Mehrstoffkocher funktionieren bei Kälte und großer Höhe zuverlässig. Benzin ist fast überall erhältlich. Die Gasverfügbarkeit kann je nach Land schwieriger sein und du benötigst passende Adapter zum Befüllen eines Gastanks. Mit Propangas funktionieren auch Gaskocher in hohen Höhen und bei Kälte meist zuverlässig. Bei Kartuschen nimmt die Leistung jedoch ab. Es gibt spezielles Wintergas, das bei Kälte besser funktioniert.


Brauche ich einen Backup Kocher?

Nicht unbedingt, aber ein Backup Kocher erhöht deine Flexibilität. Wer z. B. mit Gas kocht, kann einen kleinen Benzin- oder Elektrokocher als Reserve nutzen, falls Kartuschen leer oder nicht verfügbar sind.


Wie kann ich im Camper backen?

Große Wohnmobile haben oft einen Backofen verbaut. Wer in einem kleinen Camper unterwegs ist, der kann den heimischen Backofen durch einen Omnia Backofen ersetzen. In diesem lassen sich die meisten Gerichte, die sonst im Ofen zubereitet werden, nachbacken. 


Wie lagere ich Gas oder Benzin sicher im Camper?

Gasflaschen und -tanks solltest du nur in belüfteten Schränken lagern. Benzin/Mehrstoff sollten in stabilen, auslaufsicheren Flaschen aufbewahrt werden, beispielsweise in der Primus Brennstoffflasche und nie in der Nähe von Hitzequellen gelagert werden.


Benötige ich einen Gas– und CO-Warner im Camper?

Wenn du hauptsächlich im Wohnmobil kochst und eine Gasflasche gelagert hast, macht ein Gaswarner durchaus Sinn. Dieser warnt dich bei kleinsten Mengen an Propan/Butan sowie bei dem Narkosegas Äther. Hierfür gibt es sogenannte 3-Gas-Melder. Zusätzlich macht eventuell ein CO-Warnmelder Sinn, der vor Kohlenmonoxid warnt.

sa.strittmatter
Author

Ich bin Sarah. Geboren 1990 im Süden von Deutschland an der Grenze zur Schweiz. Nach dem Abi hat es mich ins Ausland gezogen für ein Jahr nach Lesotho. Zwischen Bachelor uns Master war ich dann in Südostasien reisen und habe meinen Master schlussendlich in Schweden gemacht. Nach einigen Jahren im Berufsleben, habe ich mich dann in ein Abenteuer gewagt und habe mit meinem Freund unseren Camper ausgebaut und nach Südamerika verschifft. Seither erkunden wir gemeinsam mit viel Abenteuerlust und Neugierde diesen wunderschönen Kontinent.

Write A Comment

de_DE